Österreichisches  Kulturforum Berlin


// 10.10.2017

Robert Menasse erhält den Deutschen Buchpreis 2017

"Die Hauptstadt" ist der deutschsprachige Roman des Jahres.

Mit "Die Hauptstadt" sei der Anspruch verwirklicht, den der österreichische Autor Robert Menasse an sich selbst gestellt habe, so die Jury in ihrer Begründung: "Zeitgenossenschaft ist darin literarisch so realisiert, dass sich Zeitgenossen im Werk wiedererkennen und Nachgeborene diese Zeit besser verstehen werden."

In dem Roman steht eine hohe EU-Beamtin vor der Aufgabe, das Image der Kommission aufpolieren zu sollen. Dass dies ausgerechnet in Auschwitz gelingen soll, ist eine der zahlreichen kuriosen Wendungen in diesem Roman über die Brüsseler Bürokratie und ihre Auswüchse. 

Der Deutsche Buchpreis, 2005 erstmals vergeben, gilt als wichtigste Auszeichnung der Branche. Er wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels vergeben. Der Sieger erhält 25.000 Euro, in der Regel ist dem ausgezeichneten Buch aber auch ein Platz auf den Bestsellerlisten sicher. Die übrigen fünf Autoren - Gerhard Falkner, Franzobel, Thomas Lehr, Marion Poschmann und Sasha Marianna Salzmann - bekommen jeweils 2500 Euro.

 

 

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