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Ausstellung - “Future Obscura” Drucken E-Mail
Dienstag, 2. Februar 2010 | 19:00 Uhr bis 23:00 Uhr |Haus der Kulturen der Welt*

Eröffnung transmediale.10:
kuratierte Ausstellung “Future Obscura”

Als zentrale Idee für das Ausstellungskonzept diente der neuseeländischen Gastkuratorin Honor Hagar die Camera Obscura, jener altmodische Apparat, in dessen Inneren das Abbild einer äußeren Szene projiziert werden kann. Future Obscura legt diesen Mechanismus neu auf:  Gezeigt werden Werke von internationalen Künstlern, die sich die Materialien, Mechanismen und Maschinen der Bilderzeugung aneignen. Indem sie die klaren Grenzen des Zeitkontinuums durchbrechen, beleuchten sie unser komplexes Verhältnis zur Zeitlosigkeit angesichts der Möglichkeit der Manipulation von Wahrnehmung.

A Parallel Image
‘A Parallel Image’ ist eine elektronische Camera Obscura. Die Grundannahme für diese medien-archäologische, interaktive Skulptur ist die Idee, dass die heutige Technik zur Übertragung bewegter Bilder, also das  Zerlegen in kleine Bildbestandteile und Reihen, niemals erfunden wurde. Ergebnis dieser Annahme ist ein Apparat, der jeden einzelnen Bildpunkt in einer aufwendigen Parallelschaltung vom Sender zum Empfänger überträgt.  Möglich wird dies durch schätzungsweise 2500 einzelne Kabel, welche die Kamera mit dem Monitor verbinden. Die Arbeit ist in ihrer Annahme eines alternativen Zeitverlaufs, in der die heutige Technologie nicht existiert, ein hervorragendes Beispiel für die Idee der Zeitlosigkeit.  In diesem parallelen Zeitverlauf ist eine Technik aus der Vergangenheit nötig, um einen Effekt zu erzielen, der in seiner sensorischen Wirkung seltsam futuristisch erscheint. Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren zur Bildübertragung ist die Technik von ‘A Parallel Image’ transparent. Sie vermittelt dem Betrachter eine Übereinstimmung zwischen realer Welt und Bildübertragung, die sinnlich erfahrbar ist.


Mittwoch, 3. Februar bis Sonntag, 7. Februar, ist die Ausstellung von 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr geöffnet.

Gebhard Sengmüller
Der Wiener Künstler Gebhard Sengmüller arbeitet überwiegend im Bereich der Medientechniken. Seit 1992 hat er verschiedene Projekte und Installationen entwickelt, die sich mit der Geschichte elektronischer Medien, der Schaffung alternativer Ordnungssysteme für Medieninhalte oder auch der Konstruktion autogenerativer Netzwerke beschäftigen.  Seine Arbeiten wurden bereits ausgiebig in Europa, den USA und Japan gezeigt, unter anderem bei der Ars Electronica Linz, der Biennale Venedig, im ICA London, in der Postmasters Gallery NYC, dem Museum of Contemporary Photography Chicago, dem FCMM Festival Montreal und dem ICC Center Tokio. 


* Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin
Tel.: +49 (30) 39787-0; www.transmediale.de/