Poetischer Planet
Franz Tumler
Das Zerteilen der Zeit
das Zerteilen der Zeit
bis zum sicheren Ende der Zeit
bis zum sicheren Ende der Zeit
aufgeteilt
erfüllt unerfüllt
aber auf einmal holt sie dich ein
unaufgeteilt
Paul Celan
Fadensonnen
über der grauschwarzen Ödnis.
Ein baumhoher
Gedanke greift sich den Lichtton: es sind
noch Lieder zu singen jenseits
der Menschen.
Visar Zhiti
Die Zeit
Wie sie durch die Finger gleitet
Ohne mich zu beringen
Liebhaber bleibe ich.
Ruth Oberhuber
Der Durchbruch des Kindes in mir
Regen, Nebel, dann Sonne und Licht.
Der Wind geht eisfischen.
Ich nehme alles wahr.
Ich hören den Bach klingen.
Ich wische mir über meine Augen und bemerke,
dass ich geweint habe.
Ich hatte keinen Ausweg oder ich habe ihn nicht gesehen.
Ich wollte bleiben.
Es war nicht mein Lebensweg, den ich gehen wollte.
Aber, ich bin ihn gegangen.
Ich wollte sehen, ob ich leben kann.
Ich dachte nicht an die Welt.
Ich habe mich als Welt gesehen.