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Horvath, Marina
Künstlerin

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Ein Kunstwerk mit Worten zu beschreiben ist immer eine schwierige Sache. Natürlich lässt sich über Farben und Formen berichten, über erkennbare Motive in der gegenständlichen Malerei. Doch worum es dem Künstler wirklich geht, kann bestenfalls in einer gefühlsmäßigen Annäherung erfolgen. Letztlich erhält der Betrachter des Bildes die Botschaft nur durch den Akt des Schauens und Fühlens. Für Marina Horvath ist der emotional-intuitive Zugang zu ihrer Arbeit ein ganz wesentlicher Aspekt: Sowohl im kreativen Akt selbst, als auch in der Rezeption durch den Zuschauer. Der Prozess gewinnt dabei einen besonderen Stellenwert. Er schließt den ursprünglichen Ausdruck ebenso ein, wie die Bearbeitung, die anschließend kritisch-reflektierend ihren Weg sucht – ohne das Ziel zu kennen. Erwartungen stellen für die 1962 im Burgenland geborene Künstlerin eine Einschränkung dar, ebenso wie die verbale Beschreibung. Nähe zum Werk lässt sich nur über die Gefühle gewinnen, die es auslöst – wenn der Betrachter es zulässt.
Text von Dr. Edith Almhofer, freie Autorin und Kuratorin
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