Theater
Schöne Neue Liebe
Zeit:
Mo, 27. Feb 2012, 18:30 - Sa, 3. Mär 2012Ort:
Ausländerbehörde Berlin-MitteFriedrich-Krause-Ufer 24
Links:
www.ulrikedueregger.deIn Deutschland steht die Liebe laut einer Umfrage an 13. Stelle – hinter Ordnung und Sauberkeit. Ist Liebe Gestus echter Grenzüberschreitung oder der Verlust der letzten Utopie des Menschen?
Mixed couples sind wohl so etwas wie emotionale Globalisierung. Ein gemischtes Paar provoziert die Sphären der Macht, stört die Ruhe des Gewohnten. Im Mikrokosmos mag wahr sein, dass keiner nach Herkunft und Hautfarbe fragt, Liebe ein Menschenrecht ist. Der Makrokosmos, eine fortwährende Reibungsfläche, ist brutaler: Deplaziertheit, Angst, Vorurteile.
Mit körperlicher und mentaler Präsenz erschaffen Ulrike Düregger (AUT) und Charles-Henry Peler (F) die pure und sensible Verteidigung des Glücks.
Eingebettet in einfache Bühnentechniken verdichten sich Text, Bewegung und Live-Musik zu einer Atmosphäre ambivalenter Emotionalität. Bikulturalität zeigt sich als permanenter Versuch der Überwindung von Standpunkten und Stimmungen der Figuren.
Basierend auf einer Materialsammlung wurden Interviews Berliner bikultureller Paare, Lyrik, klassische und zeitgenössiche Lieder und Blogtexte mit dem Stück „Harte Liebe“ (Motti Lerner) verwoben.
Die Künstlergruppe vereint mehrere kulturelle Identitäten auf sich: Algerien, Guadeloupe/ Frankreich, Österreich, Deutschland. Sie führte die Performance Ende 2011 beim Internationalen Theaterfestival in Algerien mit Hilfe des Goethe-Instituts Algier auf.
Das Stück versteht sich als ein Appell an die Beweglichkeit - in räumlicher, mentaler und emotionaler Hinsicht. Die dritte Produktion der österreichischen Wahl-Berlinerin Ulrike Düregger konzentriert sich erneut auf ein häufiges Thema in ihren Arbeiten: Mechanismen und Auswirkungen von Gewalt.
27.-29.02., 02.03.2012
Ausländerbehörde Berlin-Mitte,
Friedrich-Krause-Ufer 24, 18.30 Uhr
Kontakt: www.ulrikedueregger.de
Tickets: 0175-327 31 04, 13,00€/ 10,00€ erm. (begrenzte Besucherzahl)
Produktion, Performance, Regie: Ulrike Düregger (Österreich/Berlin)
Performance, Regie: Charles-Henry Peler (Guadelopue/ Paris)
Choreografie: Samir Haddou (Algerien/ Berlin)
Gitarre: Christian Schantz (Bayern/ Berlin)