Österreichisches  Kulturforum Berlin


Lautner_Gaenszler.jpg

Lautner / Gänzsler

Ausstellung

Zeit

Fr, 6. Mär 2015 - Sa, 2. Mai 2015

Ort

Bäckerstrasse Berlin - Galerie
Eisenacher Strasse 57
10823 Berlin – Schöneberg

Links:

http://www.baeckerstrasse.com/de/

In der ersten Ausstellung in Berlin präsentiert die Galerie mit Thomas Gänszler und Matthias Lautner zwei Shooting-Stars der österreichischen Kunstszene, die beide bereits eine prägnante und eigenständige Handschrift in ihrem Werk entwickelt haben und seit 2008 von der bäckerstrasse4 in Wien vertreten werden. Matthias Lautner studierte bei Muntean/ Rosenblum an der Akademie der bildenden Künste in Wien und gehört zu jener jungen Künstlergeneration, die im zeitgenössischen Pluralismus der Medien erneut den Schwerpunkt auf die Malerei legt. Seine Gestaltungsprinzipien sind dabei auf einem dualistischen System von Figuration und Abstraktion aufgebaut. Die offene malerische Struktur des Bildgrundes wird nicht selten zur Kulisse, in die er seine figurativen Motive setzt. Die Bildkompositionen sind charakterisiert durch die fast völlige Abwesenheit einer topographisch-räumlichen Verortung zugunsten der Präsenz eines rein malerischen Raums. Der Kunsttheoretiker Christian Muhr bezeichnete Lautners Bilder als „Schauplätze kompositorischer, technischer und thematischer Spannungen“, die vor allem durch den Kontrast der „Detailgenauigkeit der Figurenzeichnung und der mitunter eruptive Gestik des malerischen Aktes, der große Flächen der Bilder domi- niert“, entwickelt wird. Die Malerei als Textur bildet auch in den Arbeiten von Thomas Gänszler einen Schwerpunkt, wobei er die Farbe naturgemäß einer anderen Interpretation unterzieht. Seine Skulpturen zeichnen sich durch ein großes Interesse am Material und an der Auseinandersetzung mit dem Raum aus. Der ehemalige Student der Meisterklasse Erwin Wurm kann als einer der innovativsten und eigenständigsten jungen österreichischen Positionen im Medium Skulptur bezeichnet werden. Die Motive und Materialien seiner Objekte sind oft aus dem funktionalen Alltag entnommen, wie Holz, Karton, Steinwolle, Metall oder Kunststoffe. Diese werden jedoch durch Fragmentierung und durch eine Überarbeitung mit Malerei in die charakteristische Formensprache des Künstlers übersetzt. Auch seine Sprüharbeiten, die sowohl in Technik und Sujet singulär innerhalb der österreichischen Kunstszene sind, besprechen stets den Raum und arbeiten mit der Dualität der Oberflächen zwischen Fotografie und Malerei. Im eigentlichen Sinn sind die Bildkompositionen abstrakt, doch setzt der Künstler helle und dunkle Flächen so nebeneinander, dass der Eindruck von Landschaftlichem oder von Einblicken in moderne Architektur entsteht. Das Spiel mit fiktiven wie realen Wirklichkeiten steht dabei im Mittelpunkt.

Die Ausstellung zeigt aktuelle Arbeiten der beiden Künstler und lässt in einzigartiger Weise den Betrachter auch teilhaben am Diskurs zweier Künstler untereinander und bietet die Möglichkeit Gemeinsamkeiten und Gegensätze der einzelnen Positionen festzumachen.

« März 2015 »
Mo Di Mi Do Fr Sa So
  01
02 03 04 05 06 07 08
09 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31