Österreichisches  Kulturforum Berlin


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Ludwigsburger Schlossfestspiele

Festival

Zeit

Fr, 29. Apr 2016 - Sa, 23. Jul 2016, FR405397:41

Ort

Ludwigsburg

Die Ludwigsburger Schlossfestspiele haben in diesem Jahr erneut bedeutende Künstlerinnen und Künstler aus Österreich eingeladen:

Thomas Gansch & Georg Breinschmid

7. Mai 2016 | 20.00 Uhr | Scala Theater, Ludwigsburg

Karten zu 29 €

Thomas Gansch Trompete
Georg Breinschmid Kontrabass

Der eine spielte bei den Wiener Philharmonikern Kontrabass, der andere wollte ursprünglich mal dorthin, um an der Trompete seinem großen Bruder nachzueifern. Heute haben die beiden Niederösterreicher Georg Breinschmid und Thomas Gansch die Welt der Klassik hinter sich gelassen und zählen zu den am heißesten sprudelnden Quellen des europäischen Jazz. Begonnen hat diese Liaison einst im mittlerweile legendären Vienna Art Orchestra. Seit 2007 machen sie auch als Duo die Bühnen der Welt unsicher. Dabei generieren sie ihr Repertoire ohne Rücksicht auf Gattungs- und Genregrenzen. Als Kompass dienen ihnen lediglich die gemeinsamen Vorlieben, die irgendwo zwischen den Beatles, Monty Python, Thomas Bernhard und dadaistischen Wortspielen zu verorten sind. Wer die ungebrochene Vitalität des Jazz kennenlernen will, sollte diese beiden Herren nicht verpassen.


Aeneas oder Die Kunst der Flucht

28. Mai 2016 | 20.00 Uhr | Schlosstheater, Residenzschloss Ludwigsburg

Karten zu 39 | 29 | 24 | 14 € [ Hörplätze 9 € ] Schülerkarten zu 10 € im Vorverkauf

Michael Köhlmeier Erzähler
Leonhard Paul | Bertl Mütter Komposition & Posaune

Es ist keine Abenteuerreportage, sondern einer der Gründungsmythen des Abendlandes: Troja liegt in Schutt und Asche. Aeneas, ein Sohn der kleinasiatischen Stadt, flieht nach Nordafrika in eine unglückliche Affäre mit der karthagischen Königin Dido und setzt von dort bei Sturm und Wetter nach Italien über, um der Urvater der Römer zu werden. Michael Köhlmeier, einer der großen Erzähler Österreichs, hat sich nun diesem aberwitzigen Fluchtmythos angenommen. Der Romancier ist ein Meister der Stegreiferzählung. Sprechen, mitteilen, sich hinwenden – das sind die mündlichen Urformen der Literatur. Und sie gehören wohl auch zum Wurzelwerk der Musik. Das jedenfalls muss sich der in Töne vernarrte Dichter gedacht haben, als er die beiden Posaunisten Bertl Mütter und Leonhard Paul (man kennt ihn als den Langen mit dem Zopf von Mnozil Brass) bat, in Ludwigsburg mitzutun. Die drei erzählen auf ihre ganz eigene Weise – mal mit Posaune, mal ohne – die Aeneis. Möglich, dass sie dabei auch zu einem ganz anderen Ausgang der bekannten Geschichte kommen.

Eine Produktion der Ludwigsburger Schlossfestspiele in Kooperation mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach

Mnozil Brass: Yes Yes Yes

1. Juni 2016 | 20.00 Uhr | Forum am Schlosspark, Ludwigsburg

Karten zu 51 | 42 | 34 | 26 €
Schülerkarten zu 10 € im Vorverkauf

Mit Musik von Antonín Dvořák, Erich Wolfgang Korngold, Dmitri Schostakowitsch, Eric Clapton, Freddie Mercury, Bobby McFerrin, Sting u.v.m.
Thomas Gansch | Robert Rother | Roman Rindberger Trompete
Leonhard Paul Basstrompete & Posaune
Gerhard Füssl | Zoltan Kiss Posaune
Albert Wieder Tuba

Eigentlich müsste man an dieser Stelle nichts über diesen verrückten Haufen schreiben, denn die Shows von Mnozil Brass verkaufen sich auf allen Bühnen der Welt durch Mundpropaganda ganz von selbst. Dass ihre Kunst nicht nur aus der perfekten Beherrschung von Glissando und Lippentriller besteht, ist unter Kennern ebenso bekannt. Egal ob als Wiener Sängerknaben oder genial choreografiertes Corps de Ballet, stets tragen die sechs Österreicher und der Ungar Zoltan mit Inbrunst das Kind im Manne zur Schau. Übrigens: Der Brandstötter ist neulich in die Tuba gefallen. Bis er wieder aus dem Schalltrichter herausgekraxelt kommt, übernimmt Albert Wieder. Aber der passt mit seinem Grinsen eh gut zum positiven Statement des Abends: »Yes Yes Yes«.

Scurdia: Markus Schirmer & Friends

2. Juni 2016 | 20.00 Uhr | Reithalle, Karlskaserne Ludwigsburg Karten zu 35 €
Schülerkarten zu 10 € im Vorverkauf Risgar Koshnaw Oud
Andreas Fürstner Gitarre
Toti Denaro Mediterrane Perkussion
Edmundo Carneiro Südamerikanische Perkussion
Franz Kreimer Hammond B3
Rusanda Panfili Violine
Sophie Abraham Violoncello
Christian Bakanic Akkordeon
Richie Winkler Saxofon
Markus Schirmer Klavier

Überfremdung ist für diese Formation ein absolutes Fremdwort. Scurdia, das Musikprojekt des steirischen Pianisten Markus Schirmer, zeigt ganz im Gegenteil wie viel Potential im Dialog der Kulturen eigentlich steckt. Gemeinsam mit dem kurdischen Oud-Spieler Risgar Koshnaw und Künstlern aus Südamerika, Osteuropa und dem Nahen Osten gibt Schirmer dem Planeten das wieder, was engstirnige Puristen ihm gerne absprechen würden: Weltmusik in ihrer ureigentlichen Form. Aus einer Vielzahl an Instrumenten und Ideen schält sich eine ungeheure Mischung, die sich erst am Ohr so richtig fassen lässt. Und der Erfolg gibt diesem Ausbund an Kreativität recht. Musik als Selbstzweck reicht Scurdia aber nicht und so arbeiten sie auch 2016 wieder mit internationalen Schülerinnen und Schülern der Justinus-Kerner-Werkrealschule in einem Workshop zusammen.

Markus Geiselhart Orchestra feat. Ray Anderson

26. Juni 2016 | 19.00 Uhr | Reithalle, Karlskaserne Ludwigsburg Karten zu 35 €
Schülerkarten zu 10 € im Vorverkauf Ray Anderson Posaune
Markus Geiselhart Orchestra
Markus Geiselhart Komposition, Arrangements & Musikalische Leitung

Die Kombination ist ganz schön unschlagbar: Auf der einen Seite Ray Anderson, vermutlich der temperamentvollste, vielseitigste Posaunist unserer Zeit. Er hat Soul, er swingt, er grätscht in die Töne hinein – und er hat den Humor zurück in den Jazz gebracht. Außerdem singt er. Mit dem Instrument sowieso, aber er ist auch ein Crooner vor dem Herrn. Fünfmal wurde er von den Redakteuren der amerikanischen Zeitschrift »Down Beat« zum weltbesten Posaunisten gewählt. Auf der anderen Seite steht das wilde Team des Markus Geiselhart Orchestra. Die Gefolgschaft des Stuttgarter Bandleaders, Arrangeurs und Komponisten ist ein eingeschworener Trupp der besten österreichischen Jazz- Musiker. Im letzten Jahr haben die meisten von ihnen zusammen mit Thomas Gansch schon dem großen Don Ellis einen Tribut gezollt. Nun also ein weiteres Gipfeltreffen, bei dem Ray Anderson mit jedem Bandmitglied ein musikalisches Pas de deux austragen soll, bevor dann alle zum großen Halali antreten. Zutaten sind alte und neue Songs, unendlich viel Spielfreude und jede Menge Big-Band-Sound.

Gautier Capuçon & Stuttgarter Kammerorchester

30. Juni 2016 | 20.00 Uhr | T1, Theaterhaus Stuttgart
[Einführung um 19.15 Uhr] Karten zu 51 | 42 | 34 | 26 € Benjamin Britten Präludium und Fuge für 18 Streicher op. 29
Christian Muthspiel Cellokonzert (Uraufführung)
Antonio Vivaldi Konzert für Violoncello, Streicher & Basso continuo a-Moll RV 418
Arcangelo Corelli Concerto grosso F-Dur op. 6/2
Michael Tippett Fantasia Concertante über ein Thema von Corelli
Igor Strawinsky Concerto in D Gautier Capuçon Violoncello
Stuttgarter Kammerorchester
Christian Muthspiel Musikalische Leitung

Wer erinnert sich nicht an aberwitzige Ausschmückungen in den vorgelesenen Gute-Nacht-Geschichten der Kindheit. Wer hat nicht hier und da schon einmal ein Erlebnis etwas abgewandelt, um die Erzählung erst richtig mitreißend zu machen. Spannende Geschichten in den eigenen Worten erzählt, hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Das ist auch in der Musik nicht anders. Besonders aufschlussreich wird es etwa, wenn der Brite Michael Tippett in seiner »Fantasia Concertante« zuvor erklungene Themen des Italieners Arcangelo Corelli variiert. Benjamin Britten und Igor Strawinsky hingegen beleben ganze Formen des Barocks neu, indem sie an Präludium und Concerto grosso anknüpfen. Auch Christian Muthspiel wählte mit Bachs erster Cellosuite eine spannende Vorlage. Vom Stuttgarter Kammerorchester und den Ludwigsburger Schlossfestspielen in Auftrag gegeben, hat er für den französischen Virtuosen Gautier Capuçon ein Cellokonzert komponiert. Der Cellist und der Komponist teilen sich für dieses Konzert das Podium und werden mit Witz und Charme die vielversprechende Neuschöpfung musizieren. In Kooperation mit dem Stuttgarter Kammerorchester

Bartolomey & Bittmann

2. Juli 2016 | 20.00 Uhr | Schlosstheater, Residenzschloss Ludwigsburg
Karten zu 39 | 29 | 24 | 14 €
[Hörplätze 9 €] Klemens Bittmann Violine & Mandola
Matthias Bartolomey Violoncello

Sie entlocken Violine, Mandola und Cello jene Art von Grooves, die unwillkürlich unter die Haut gehen. Die Musiker des Duos Bartolomey & Bittmann begeistern durch eine ausgereifte und pulsierende Mischung aus Pop, Jazz und Klassik. Eingängig ist ihre Musik, dabei trotzdem spannend und vor allem mit unbändiger Spiellust präsentiert. Selbst Nikolaus Harnoncourt äußerte sich begeistert: »Besser geht es nicht!« Im Ambiente des Schlosstheaters präsentieren Matthias Bartolomey und Klemens Bittmann Titel aus ihrem aktuellen Album »Neubau«. In den Saal mit der ältesten Bühnenmaschinerie Europas fügt sich das Duo mit seinen jahrhundertealten Instrumenten bestens ein: in der langlebigen Tradition verankert und trotzdem zeitgemäß. Wer den Klang eines Streichinstrumentes genauso schätzt wie einen guten Popsong, ist bei Bartolomey & Bittmann an der richtigen Adresse.

Roland Neuwirth: Des End vom Liad

6. Juli 2016 | 20.00 Uhr | Musikhalle, Ludwigsburg Karten zu 31 | 27 | 20 | 12 € Roland Neuwirth Kontragitarre & Gesang
Extremschrammeln

»Das war’s!« Dieses Versprechen hat sich der Österreicher Roland Neuwirth nach 40 Jahren gegeben. Er und die Seinen sind über vier Dekaden lang als Herolde des Wienerlieds durch die Lande gezogen – durchaus nicht als sentimentaler Nostalgie e.V. im Sinne Hans Mosers oder anderer verblichener Größen des Genres. Sie standen vielmehr all die Jahre für die Unverwüstlichkeit dieses Wienerlieds, die Vitalität, den Witz – und den unerbittlich zeitkritischen Scharfsinn, der sich hinter den weinseligen, aber traumhaft schönen Melodielinien verbirgt. Roland Neuwirth ist für das Wienerlied das, was Jacques Offenbach für die Operette war. Der Unterschied ist vielleicht, dass Neuwirth sich immer auch für den Blues interessierte, und daher hat er eben – wen wundert’s – »Blues und Wienerlied melangiert«. Noch ein letztes Mal kommt die beste Schrammelkapelle der Welt bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen vorbei. Das Ende vom Lied. Endgültig.

Ars Antiqua Austria

20. Juli 2016 | 20.00 Uhr | Schlosskirche, Residenzschloss Ludwigsburg Karten zu 42 | 36 | 16 € Barockmusik aus dem Wiener Minoritenkonvent von Buonaventura Viviani, Antonio Bertali, Johann Heinrich Schmelzer, Heinrich Ignaz Franz Biber u.a. Ars Antiqua Austria
Gunar Letzbor Violine & Musikalische Leitung

Nicht erst seit Mozart und Haydn ist Wien eine der Hauptstädte der Musik. Bereits in der Barockzeit versammelten sich hier die herausragenden Violinvirtuosen und Komponisten nördlich der Alpen. Ihrem Wirken zu eigen waren insbesondere imposante Verzierungen, die Verwendung der hohen Lagen sowie das fast schon artistisch schnelle Spiel. Davon zeugen auch die Kompositionen aus dem handschriftlichen Kodex 726 des Wiener Minoritenarchivs, den der Geiger Gunar Letzbor mit seinem Ensemble Ars Antiqua Austria über Jahre hinweg erschlossen hat. Mit anonymen Werken präsentierte er dem begeisterten Publikum bereits im letzten Jahr einige ausgesuchte Perlen. 2016 bringt er nun unter dem Motto »Accordato« Meisterwerke von Größen wie Viviani, Schmelzer und Biber, aber auch Entdeckungen wie die Sonaten von Rupert Ignaz Mayr zum Klingen. 

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